Alle Beobachtungen mit dem Seestar S50. Norden ist immer oben. Die Bilder sind crops im Maßstab 1:1 aus der Ergebnisdatei nach dem Stacken mit SIRIL. Die einzelnen Objekte sind nach aufsteigender Rektaszension sortiert.
Position (2000): 00h17m08,5s, +81°35'08"
Helligkeit: V = ca 16,5
Rotverschiebung: 3,38, Entfernung ca 12,1 Milliarden Lj.
Informationen (Aufsuchekarte, Infos): hier.
Aufnahme: 26.05.2024 & 04.02.2025 & 03.04.2025, 511x10 sec, seestar S50
Dieser "hyperluminous quasar" galt lange als das für gut ausgerüstete Hobby-Astronomen entfernteste fotografierbare Objekt. Dass S5 0014+813 heutzutage mit einem kleinen Teleskop mit 5 cm Öffnung ab 20 Minuten Belichtungszeit (hier 1h25m) leicht zu fotografieren ist, mutet wie ein Wunder an.

Aufnahmen: 05./07./08./09.02.2026, 998x10 sec, seestar S50

Eine Aufnahme von J0117+1552 des SDSS (Sloan Digital Sky Survey) via sky-map.org
Credit: Funding for the SDSS and SDSS-II has been provided by the Alfred P. Sloan Foundation, the Participating Institutions, the National Science Foundation, the U.S. Department of Energy, the National Aeronautics and Space Administration, the Japanese Monbukagakusho, the Max Planck Society, and the Higher Education Funding Council for England.
The SDSS Web Site is http://www.sdss.org/.
Position (2000): 01h 17m 31,05s, +15° 52' 14,2"
Helligkeit: R = 17,22 oder 18,6 (unterschiedliche Angaben)
Rotverschiebung: 4,244
PSS J0117+1552 gehört zu den Quasaren des XQ-100-Legacy-Survey mit 3,5<z<4,5 (A&A 594, A91 (2016)).
Meine Aufnahme war der Versuch, ein Objekt mit einer Rotverschiebung Z > 4 nachzuweisen. Ich meine, dass es ganz knapp gelungen ist. Der Vergleich mit der SDSS-Aufnahme zeigt das Objekt an der korrekten Stelle, und die Farbe ist (wie aufgrund der Rotverschiebung zu erwarten) rot.

Aufnahme: 06.10.2024, 40x10 sec, seestar S50
Position (2000): 01h37m41,1s, +33°09'32"
Helligkeit: V = 16,2.
Das IBVS No. 58 vom 30.06.1964 deutet einen Lichtwechsel an. Neuere Literatur dazu habe ich nicht gefunden. Vielleicht versuche ich in der nächsten Beobachtungssaison eine Beobachtungsreihe über einige Monate.
Rotverschiebung: 0,367
Der erste identifizierte Quasar, deswegen eine Berühmtheit.

Position (2000): 01h 47m 10s, +46° 30' 41"
Helligkeit: Gravitationslinse, das hellste der vier Bilder hat ca 15,4
Rotverschiebung: 2,377, Entfernung also ca 7 Milliarden Lj.
Informationen (Aufsuchekarte, Sequenz, Lichtkurve, Infos): hier.
Aufnahme: 01.02.2024 & 04.02.2025, 171x10 sec, seestar S50
Position: (2000) 07h21m53.45, +71°20'36.4
Helligkeit: stark veränderlich zwischen V = 12,4 und 15,0
Rotverschiebung 0,31
Informationen: Sequenz und Aufsuchkarte und hier die Lichtkurve und noch weitere Informationen.
Aufnahme: 17.06.2024 & 02.02.2026 & 20260327, 210x10sec, seestar S50
Dieses BL-Lac-Objekt ist für das Seestar S50 leicht zu fotografieren. Der hektische Lichtwechsel macht es für ausdauernde Beobachter interessant.
Lichtkurve von Gary Poyner ab 1997

Aufnahmen aus neun Nächten, März und April 2026, gedrizzelt.
Belichtet wurde 4723 x 10 sec, also rund 13 Stunden lang. Die resultierende Aufnahme hat laut ASTAP eine Grenzgröße von etwa 19,0. Dennoch ist der Quasar, der wegen der Rotverschiebung fast nur noch ab dem roten Spektralbereich leuchtet, kaum zu erkennen. Dass er korrekt identifiziert ist, erkennt man an der folgenden Aufnahme des SDSS III.

SDSS J074711.15+273903.3 auf einer Aufnahme des SDSS III.
Credit: Funding for the SDSS and SDSS-II has been provided by the Alfred P. Sloan Foundation, the Participating Institutions, the National Science Foundation, the U.S. Department of Energy, the National Aeronautics and Space Administration, the Japanese Monbukagakusho, the Max Planck Society, and the Higher Education Funding Council for England.
The SDSS Web Site is http://www.sdss.org/.
Position: (2000) 07h47m11.17, +27°39'00.8
Helligkeit: R = 17,24
Rotverschiebung 4,133
Auch SDSS J074711.15+273903.3 gehört zu den Quasaren des XQ-100-Legacy-Survey mit 3,5<z<4,5 (A&A 594, A91 (2016))
Mit den beiden hier gezeigten Beispielen von Quasaren mit z>4 ist deutlich, dass das Seestar S50 Objekte bis in kosmologischen Entfernungen nachweisen kann.

Aufnahme: 27.03.2026, 312x10sec, seestar S50
Position: (2000) 08h31m42, +52°45'18
Helligkeit: 15,2 R. Im Visuellen etwa 16,5.
Rotverschiebung 3,911
Es handelt sich um einen gelensten Quasar, für den (u.a. deswegen) eine umfangreiche Literatur vorhanden ist. Nur durch den Gravitatonslinseneffekt erscheint APM 08279+5255 so hell. Wie bei der hohen Rotverschiebung zu erwarten ist das Objekt deutlich rötlich.
Hier eine Aufnahme der einzelnen Komponenten (die ich aus drei Aufnahmen in drei IR-Farbbereichen zusammengesetzt habe, Quelle). Die Quadrate haben eine Seitenlänge von 1", Norden ist oben.

Informationen (Karten, Daten, Fotos) gibt es u.a. auf der Deep*Sky Corner Seite, der englischsprachigen Wikipedia und auf der Projektseite "High-Redshift Objects" von Achim Strnad.
So weit ich sehe wird dieser Quasar nicht photometrisch verfolgt; die einzige Literatur dazu ist von 1999(!) und weist auf einen Lichtwechsel von mindestens 0,2mag hin.

Aufnahme: 1621x10 Sekunden von vielen unterschiedlichen Tagen, seestar S50
Position: (2000) 08h54m48.9, +20°06'32
Helligkeit: stark veränderlich zwischen V = 13,8 und 17,0
Rotverschiebung 0,306
Informationen: Sequenz mit Aufsuchkarte, Lichtkurve, Hintergrundinformationen und von Gary Poyner weitere tolle Lichtkurven.
Eines der spannendsten Objekte überhaupt.

Ein Ausschnitt aus der obigen Aufnahme mit Helligkeiten
Position: (2000) 11h36m26,5s, +70°09'28"
Helligkeit V = 14,3-15,4
Rotverschiebung = 0,046, Entfernung ca 600 Millionen Lichtjahre
Typ = BL Lac
Aufnahme: 19.05.2024, 21h06ut, 85x10 sec, seestar S50.
Die Detailaufnahme ist gedrizzeld. Die etwas mehr als 14 Minuten belichtete Aufnahme lässt sogar die Host Galaxy ahnen
Mrk 180 bildet mit einem 6,3" entfernten Vordergrundstern der Helligkeit V=15,49 einen optischen Doppelstern.

Position (2000): 12h24m54.5, +21°22'46
Helligkeit: stark veränderlich zwischen V=14 und 16
Rotverschiebung: 0,435, Entfernung also ca 1612 Mpc.
Für diesen "violently variable Quasar" gibt es alle wichtigen Informationen (Aufsuchekarte, Sequenz, Lichtkurve, Infos) hier. Nur anhand der dortigen Aufsuchkarte konnte ich die Identität des schwachen Pünktchens auf meiner viel zu kurz belichteten Aufnahme feststellen.
Aufnahme: 07.06.2024, 21h27ut, 24x10 sec, seestar S50

Aufnahme: mehrere Tage 2024 und 2025, 889x10 sec, seestar S50
Position (2000): 12h29m06,7s, +02°03'08"
Rotverschiebung z = 0,158 (Entfernung 633 Mpc)
Helligkeit: V = 12,6 bis 13,4.
3C 273 zeigte schon immer einen leicht zu beobachtenden Lichtwechsel; seit etwa 2015 nimmt die Helligkeit deutlich ab. Ständig aktualisierte Lichtkurven gibt es beim Frankfurt Quasar Monitoring und bei Gary Poyner.
Als hellster Quasar und mit einem schönen Jet ist 3C 273 fast schon eine Berühmtheit.

Aufnahme: an mehreren Tagen 2024 bis 2026, 737x10sec, seestar s50
Position: (2000) 12h56m11.1, -05°47'21
Helligkeit: stark veränderlich zwischen V = 12,8 und ca 17,8
Rotverschiebung 0,536 (Entfernung etwa 1,949 Mpc)
Informationen: Sequenz, Aufsuchkarte, Lichtkurve und weitere Informationen.
Die lapidare Bezeichnung "Aktiver galactischer Nukleus" (AGN) scheint eine Untertreibung für hyperaktive und gewalttätige Objekte wie 3C279: Ein Schwarzes Loch mit einer Milliarde Sonnenmassen spielt eben in einer anderen Liga als das Schwarze Loch in unserer Milchstraße. Das "Frankfurt-Quasar-Monitoring-Projekt" bezeichnet 3C279 als "one of the most violent variable sources in the sky".
Seit ich 3C279 beobachte, also seit 2024, ist der Quasar eher schwach, V ca 17,0. Er kann aber genau so hell werden wie der Vergleichsstern "B" in der obigen Aufnahme.